Computer-Tomographie

Was ist Computertomographie?


Eine Röntgenröhre bewegt sich kreisförmig um den auf einem Untersuchungstisch liegenden Patienten, wobei sich der Tisch in kleinen Schritten verschiebt. Dadurch entstehen Querschnittaufnahmen des Körpers - "Schichtaufnahmen" - die zwischen 0,5 und 5 Millimeter breit sind, aneinandergereiht aber die genaue Struktur der inneren Organe erkennen lassen. Dabei werden mit unserem 16- Zeilen Spiral- CT immer 16 Schichten gleichzeitig aufgenommen. Es befindet sich deshalb jeweils nur die zu untersuchende Körperregion innerhalb des vorn und hinten offenen Geräts, so daß Angstgefühle nicht aufkommen können.

Durch die kurze Untersuchungszeit ist auch ein Einsatz bei schwerkranken oder schwer verletzten Patienten möglich. Die Computeromographie kann vom Schädel bis zum Fußskelett eingesetzt werden. Auch lassen sich kleinste knöcherne Strukturen (z.B. Gehörknöchelchen) mit der CT darstellen. 

Neben der Bildgebung dient die Computertomographie auch der Steuerung von Eingriffen, wie z.B. der Gewinnung einer Gewebeprobe („Biopsie“) oder der Entlastung eines Entzündungsherdes („Abszessdrainage“). Dies ermöglicht es in vielen Fällen, auf eine Operation zu verzichten (s. auch „Interventionelle Verfahren“). 

Wie läuft die Untersuchung ab?


Meist erfolgt die Untersuchung auf dem Rücken liegend; bei speziellen Fragestellungen kann auch eine Bauchlage erforderlich werden. Da die Untersuchungsqualität abhängig ist von der Bewegungsruhe des Patienten, sollten Sie möglichst ruhig liegen. Nicht zu vermeidende Bewegungen sind Herzschlag und Darmbewegungen; durch Anhalten des Atmens und das Unterdrücken von Schluckbewegungen kann – je nach Untersuchungsregion – eine deutliche Verbesserung der Aufnahmen erzielt werden. Einzelheiten werden Ihnen vom behandelnden Arzt bzw. der Röntgenassistentin erklärt.

Warum wird häufig Kontrastmittel verabreicht?


Bei Untersuchungen im Bauchbereich ist es schwierig, den Dick- und Dünndarm von den übrigen Organen abzugrenzen. Durch Trinken von verdünntem Kontrastmittel füllt sich der Darm und wird besser abgrenzbar. 

Bei vielen anderen Untersuchungen ist es erforderlich, in die Vene ein Kontrastmittel zu spritzen, das die Abgrenzung der Blutgefäße und die Darstellung der Blutversorgung von krankhaften Prozessen ermöglicht. Das benötigte Kontrastmittel ist jodhaltig. Bei einer möglichen Allergie gegen jodhaltiges Kontrastmittel geschieht dies natürlich nicht. Auch bei einer Nierenerkrankung, einem Diabetes oder einer Schilddrüsenerkrankung gibt es Einschränkungen bei der Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel. Bitte informieren Sie uns bei der Terminvergabe und auf jeden Fall vor der Untersuchung. 

Einzelheiten zum Kontrastmittel finden Sie hier.

Sollten bei bisher nicht bekannter Allergie Reaktionen auftreten, sind wir darauf vorbereitet und können entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

Ist die Strahlenbelastung gefährlich?


Die Strahlendosis ist etwas höher als bei vergleichbaren Röntgenuntersuchungen. Bei komplizierten Fragestellungen kann je nach Anzahl der erforderlichen Schichten eine höhere Dosis auftreten, die aber nicht zu einer Gefährdung des Patienten führt und immer im Verhältnis zur Schwere der Erkrankung bzw. des Krankheitsverdachts stehen muss. 

Einzelheiten zum Strahlenschutz finden Sie hier.

Ist die Untersuchung belastend oder schmerzhaft?


Bis auf die evtl. erforderliche intravenöse Injektion, die meistens schmerzlos ist, müssen Sie nichts erleiden. Lediglich für die Untersuchungszeit von 5 bis 10 Minuten müssen Sie still liegen und ggf. den Atemkommandos der Assistentin folgen.

Wann erhalte ich die Ergebnisse?


Bei der Mehrzeilencomputertomographie wird eine Vielzahl einzelner Schichtaufnahmen (je nach Untersuchung bis zu 3000 Bilder) gewonnen, die jede einzeln sowie im Zusammenhang mit den anderen Schichten vom Arzt genau analysiert werden müssen. In vielen Fällen erfolgt noch eine weitere Computerauswertung der Schichten oder der Vergleich mit Voraufnahmen. Bei schwierigen oder unklaren Fällen halten die Ärzte der Praxis ein Konsil ab. Dies alles ist zeitaufwendig.

Die Befundung erfolgt in der Regel am Untersuchungstag. Da hierbei große Bilddatensätze ausgewertet werden müssen, ist eine Befundbesprechung im Anschluss an die Untersuchung normalerweise nicht möglich. 

Der schriftliche Befund wird an den zuweisenden Arzt nach ca. 2-3 Arbeitstagen geschickt. Sofern Auffälligkeiten gesehen wurden, erfolgt eine Mitteilung an Ihren behandelnden Arzt noch am gleichen Tag.

Bei Vergleich mit Voraufnahmen, die uns nicht vorliegen und die wir dann erst anfordern müssen, kann dies ggf. länger dauern. Deshalb bringen Sie bitte Voraufnahmen, die Sie zu Hause haben, zur Untersuchung mit.

Unser Gerät


Activion 16 von Toshiba Baujahr September 2008 

Ab Dezember 2016 Austausch und Installation des Aquilion PRIME von Toshiba.

Beispielbilder einer CT-Untersuchung: